**Alone in the Dark (1992)** ist ein bahnbrechendes Survival-Horror-Spiel, das von Infogrames entwickelt wurde. Es gilt als eines der ersten Spiele seines Genres und setzte Maßstäbe, die viele andere Horrorspiele in den folgenden Jahren beeinflussen sollten. Das Spiel ist bekannt für seine gruselige Atmosphäre und seine innovative Nutzung von 3D-Grafiken und vorgerenderten Hintergründen.
Die Handlung von Alone in the Dark spielt im Jahr 1924 und folgt den Erlebnissen von Edward Carnby, einem Privatdetektiv, oder von Emily Hartwood, der Nichte des verstorbenen Künstlers Jeremy Hartwood. Die Spieler wählen, welcher der beiden Charaktere sie sein möchten, um das geheimnisvolle und unheimliche Herrenhaus Derceto zu erforschen. Das Anwesen ist voller Rätsel, gefährlicher Kreaturen und dunkler Geheimnisse, die es zu lösen gilt, um das Geheimnis des Hauses aufzudecken und lebend zu entkommen.
Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften des Spiels ist die gelungene Mischung aus Rätsellösungen, Erkundung und Überlebenskampf. Die Spieler müssen verschiedene Mechanismen im Spiel überwinden, die oft logisches Denken erfordern. Gleichzeitig lauern in den verwinkelten Korridoren und Räumen des Hauses unzählige Gefahren in Form von Monstern und anderen übernatürlichen Bedrohungen. Die begrenzte Anzahl an Waffen und Munition verstärkt die Spannung und fordert den Spieler, strategisch und sparsam mit seinen Ressourcen umzugehen.
Alone in the Dark zeichnet sich durch seine dichte und unheimliche Atmosphäre aus, die durch eine klanglich erstaunlich realistische Soundkulisse und eindringliche Musikuntermalung verstärkt wird. Die Geräusche knarrender Türen, plötzlicher Windböen und unheimlicher Schritte tragen dazu bei, ein Gefühl permanenten Unbehagens zu erzeugen, das charakteristisch für das Spiel ist. Auch das grafische Design, das für seine Zeit revolutionär war, trägt zur gruseligen Stimmung bei. Die geschickte Verwendung von Licht und Schatten sowie stimmige Hintergründe unterstützen das Gefühl der Isolation und Gefahr.
Das innovative Gameplay von Alone in the Dark geht Hand in Hand mit der Nutzung einer veränderten Kameraperspektive, die eine cineastische Erfahrung schafft. Die festen, aber wechselnden Kamerawinkel sorgen nicht nur für ein einzigartiges visuelles Erlebnis, sondern tragen auch zur Spannung bei, indem sie dem Spieler begrenzte Sicht auf die Umgebung geben und unerwartete Bedrohungen aus dem Nichts erscheinen lassen. Diese Mechanik wurde von vielen späteren Spielen im Survival-Horror-Genre übernommen und weiterentwickelt.
Alone in the Dark hat einen bleibenden Einfluss auf das Genre des Survival-Horrors hinterlassen und zahlreiche Nachfolger und Neuinterpretationen inspiriert. Die innovative Kombination aus Rätseln, Erkundung und taktischem Überlebenskampf, gepaart mit einer erstklassigen gruseligen Atmosphäre und revolutionären technischen Leistungen, hat das Spiel zu einem Klassiker gemacht, der bis heute von vielen als Standard für das Genre angesehen wird. Es bleibt ein Meilenstein in der Geschichte der Computerspiele und ein Muss für jeden Fan von Horror- und Abenteuerspielen.